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Ich habe meine erste Shin Son HapKiDo Prüfung im Jahr 1994 absolviert und war seitdem mit Freude und Hingabe dabei.

Anfangs war ich einfach auf der Suche nach einem Kampfsport, doch ich erkannte schon sehr bald, das Shin Son HapKiDo sehr viel mehr zu bieten hat, als Schläge, Tritte und Kämpfe. Mich begeisterte vor allem die gesamte Philosophie, mit der Shin Son HapKiDo gelehrt und trainiert wird. Es war der Gedanke der Menschlichkeit, des gegenseitigen Respekts vor Mensch und Natur und das Streben nach einem harmonischen und friedlichen Leben, der Shin Son HapKiDo für mich zu mehr als einem Sport gemacht hat, sondern mich auch abseits der Matte geprägt und mich auf meinem Lebensweg geführt hat.
Im Jahr 2001 verbrachte ich ein Austauschjahr in den USA, habe während dieses Jahres nicht trainieren können, und auch nach meiner Rückkehr aus zeitlichen Gründen und durch Versetzung meiner Prioritäten das Training nicht aktiv fortgesetzt.
Dann erreichte mich und meine Familie die Einladung zum 20 jährigen Bestehen unseres Dojangs Wandsbek. Es war eine tolle Erfahrung alten und neuen Gesichtern zu begegnen und zu erkennen, das trotz der langen Pause das Training noch immer Spaß macht und auch der Grundgedanke des Sports noch immer bestehen blieb. Durch die Jubiläumsfeier wurde mir erst wieder bewusst, wie sehr mir nicht nur die Bewegung an sich, sondern eben auch die Gemeinschaft der Shin Son HapKiDo-Familie gefehlt haben. Man hat sich ausgetauscht, über die Sommerzeltlager, Weihnachtsfeiern oder einfach das Training selbst, in denen nicht nur an seiner äußerlichen Form und Bewegung gefeilt wird, sondern ebenso stets die Bemühung erfolgt, sein inneres Gleichgewicht zu finden, zu halten und in seine Umwelt zu integrieren. Ich habe mich daran erinnert, warum ich mit Shin Son HapKiDo angefangen habe und in wie weit es mich seit 1994, wenn auch nicht immer durch das aktive Training, doch mein Leben lang begleitet und geprägt hat. Shin Son HapKiDo ist nicht mehr aus meinem Leben wegzudenken und ich wollte das Training wieder aufnehmen, um meinen Körper und Geist wieder in Einklang zu bringen, mich an die Dinge im Leben zu erinnern, die mir als Mensch wichtig sind, Harmonie und Frieden anstelle von Hass und Konflikten in die Welt zu tragen, und das Ganze mit Menschen zu teilen, die sich mit diesen Gedanken identifizieren können.