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Mitten in der Nacht vom 28. auf den 29. Juli 2016 machte sich eine kleine Truppe – um genau zu sein: 6 Hapkidokas – auf nach Tübingen. Der Vereinsbus war bis unters Dach mit Taschen, Zelten und Kisten vollgestopft. Trotz der späten Stunde war die Stimmung ausgelassen. Schließlich gings nach Tübingen ins 32. internationale Shinson Hapkido Sommerlager. Eine Woche voll mit Training, Zelten und Grillen lag vor uns.

 

Irgendwann kehrte dann doch Ruhe ein und nach einer etwa 9-stündigen Fahrt waren wir angekommen. Dank der frühen Stunde konnten wir uns einen guten Zeltplatz mit etwas Schatten aussuchen. Dafür sollten wir im Laufe der Woche noch sehr dankbar sein.

 

Am nächsten Tag fing das Training an. Zuerst finden sich alle zum Gemeinschaftstraining auf einem großen Sportplatz ein und trainieren gemeinsam unter der Anleitung von unserem Großmeister Sonsanim Ko Myong. Danach folgt das Gruppentraining, d.h. jeder geht in eine Gruppe, die aus Mitgliedern seiner Gürtelstufe besteht. Angeleitet werden die Übungen von erfahrenen Dan-Trägern (Schwarzer Gürtel). Da die Teilnehmer außer aus Deutschland auch aus Belgien, Österreich, der Schweiz und Dänemark kommen, war das ganze gleich auch noch ein kleiner Sprachkurs. Besonders schön ist es, immer mal wieder Hapkidokas zu treffen, mit denen man sich schon in den Vorjahren an Befreiungstechniken und Würfen versucht hat. Nach einer ausführlichen Mittagspause geht es dann in umgekehrter Reihenfolge weiter: Erst das Gruppentraining, dann das Gemeinschaftstraining.

 

Die Abende sind von einem ganz eigenen Rhythmus geprägt. Nach der vielen Bewegung in der Sonne ist Duschen erst mal das wichtigste. Danach wird der Grill angeheizt. Wer morgens einen sauberen Teller fürs Frühstück haben möchte, muss dann wohl abwaschen gehen. Fast jeden Abend findet in einem großen Gemeinschaftszelt eine Veranstaltung statt mit Musik oder kleinen Sketchen. Höhepunkt war wie in jedem Jahr der Donnerstag Abend. In einer großen Kampfkunstshow zeigten die Dan-Träger ihr Können. Auch die Kinder- und Jungendgruppe sowie der ausrichtende Dojang Tübingen haben die beeindruckende Show gestaltet. Der Erlös wurde für das Kinderstraßenprojekt Casa Verde in Peru und die Kirche in Tübingen gespendet.

 

Ein besonderes Highlight war für uns alle, dass Großmeister Pak mit seiner Familie aus Korea angereist war um die Woche mit uns zu verbringen. Er ist der Lehrer von unserem Großmeister Sonsanim Ko Myong. Irgendwie ist es auch sehr beruhigend zu wissen, das auch unser Großmeister einmal klein angefangen hat.

 

Die Woche ging dann viel zu schnell vorüber. Wir haben viel Kraft und Energie getankt, viele neue Techniken kennen gelernt und neue Freunde gefunden. Wir freuen uns schon auf das nächste Jahr in Dänemark von 21. bis 28. Juli 2017. Annette