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Normalerweise finden unsere Kup-Prüfungen immer Ende November statt. Aber in diesem Jahr war alles etwas anders. Einige aus unserem Dojang fühlten sich letztes Jahr noch nicht fit genug um in November anzutreten. So entstand die Idee, in 2018 eine zusätzliche Prüfung im Sommer anzubieten.

 

 

Die Nachfrage war dann erstaunlich groß und acht Hapkidokas aus der Erwachsenen-Gruppe standen am 30.06.2018 bei sommerlichen Temperaturen auf der Matte. Verstärkt wurden wir noch von Seeralan aus der Kinder- und Jugendgruppe, der aus terminlichen Gründen bei den Großen mitgemacht hat. Super, wie toll er durchgehalten hat, denn das mit der „schnellen“ Prüfung hat nicht so ganz geklappt.

 

 

Busabonim Fred (Meisteranwärter, 3. Dan) hatte im Vorfeld erklärt: „Wir können um 14 Uhr fertig sein. Handtechniken, Fußtechniken, zack, eine Stunde, weiter mit Sus, Falltechniken, festgelegtem Kampf und Freikampf, fertig. Liegt an euch, ihr müsst nur alles richtig machen. Und Spaß haben“. O.k., das lief dann anders. Um zehn Uhr haben wir losgelegt, um 13 Uhr gab es die erste Trinkpause und wir hatten mit den Fußtechniken gerade mal angefangen.

 

 

Die Prüfung dauerte dann doch gute sieben Stunden. Ganz zum Schluss wurde noch die Theorie abgefragt. Dazu gehören sowohl Begriffe aus dem Training, die man auf koreanisch kennen sollte, als auch das Wissen über Meridiane und Energiepunkte und ein philosophischer Teil. Die Energiepunkte sind sehr interessant, da man sie zur Heilung einsetzen kann indem sie sanft drückt oder massiert. Heilpraktiker behandeln diese Punkte mit Nadeln, was wir aber nicht machen. Dazu sollte man tatsächlich eine professionelle Ausbildung haben. Kräftig gedrückt oder geschlagen dienen sie der Selbstverteidigung, denn sie sind recht empfindlich.

 

 

Wer Lust hat mehr über die Meridiane und Energiepunkte in ihrer praktischen Anwendung zu erfahren, ist herzlich eingeladen zu unserer Heilgymnastik zu kommen (donnerstags ab 18.30 Uhr in der Schule an der Gartenstadt, Stephanstrasse). Kyosanim Uwe (Lehrer, 1. Dan) hat ein abwechslungsreiches Programm. Vorkenntnisse braucht man keine, und Kup-Prüfungen werden hier auch nicht abgelegt.

 

 

Alle neun haben ihre Prüfung bestanden. Die vier Prüflinge aus der Kinder- und Jugendgruppe hatten ihre Prüfung ebenfalls mit neuen Gürtelfarben beendet. Jetzt ist es noch ein Stück bunter in unserem Dojang geworden. Es ist eine echte Herausforderung für unsere Dan-Träger jeden seiner Ausbildungsstufe entsprechend weiter zu entwickeln. Wer weiß, vielleicht stehen die neun ja im Winter wieder auf der Matte und wollen Spaß bei der Prüfung haben? Die offizielle Vorbereitungszeit beträgt sechs Monate, das könnte also klappen.... Fortsetzung folgt.

 

 

Annette Schober